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Proklamation
Wenn die Sonn beginnet umzukehren die rauhen Lüfte des nahenden Lenzes
die Wellen des alten Rhenus kräuseln und im Röhricht ein gar wildes Spiel treibt
und wenn die ersten Strahlen der Sonne das Grau vertreibet
derweilen das alte Gemäuer des Kastrum Ryburgensis sich erwärmt
dann regt sich mein Geist auf das ich den Helfetiern und Alemannen verkünde
die Saturnalien die frohe Zeit am heutigen Tag das ist der 19te Tag
vor Beginn der Fastenzeit ist angebrochen. Einst waren die alten Flösser und Fischer
meine Trabanten die ich in mitternächtlicher Stund ergötzt und verführt habe.
Gern kredenzte ich vom süssen Met und vom feurigen Wasser das aus dem Fruchtsaft
der Bäume gebrannt wird. Beides halte ich sorgsam verborgen im unterirdischen
Verliess meiner Behausung. Jahr um Jahr warte ich auf die Stunde um für kurze Zeit
dem feuchten Gelasse zu entfliehen und Euch RyburgerZunftnarren
beizustehen mit meinem närrischen Geiste auf dass Ihr die folgenden 19 Tage
in Frohsinn und Narretei verbringen könnt. Dir aber hoher Zunftmeister überreiche ich
als Signum Deiner Würde das alte Wahrzeichen meiner Herrschaft zu treuen Händen
Regiere in dieser frohen Zeit , Dein Narrenvolk in meinem Geiste und führe es hin
zu Frohsinn und Freud auf dass Du mir am 20ten Tag Deines Regimes
es mir wieder sauber und rein zurück geben kannst Du bist gehalten an allen hohen Festtagen
Deiner Zunftherrschaft diese meine Proklamation dem närrischen Volke kund und zu wissen geben.
„ ... und wenn d’ emol nümm wyter weisch, denn chunnsch zu mir, em Bürkligeischt!“
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